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Willkommen in unserem Bildungsbereich.

Sie möchten also Näheres über unser Dorf erfahren ?
Für diesen Fall können wir Ihnen einige Kilobytes an Sachinformationen anbieten.

 

Auf einen Blick: Irndorf (Landkreis Tuttlingen)

Markungsfläche 2004 in qkm

14,55 in % des Landes 0,04

Bevölkerung 2004
und zwar

779 in % des Landes 0,01

Kinder unter 6 Jahren

57 je 1000 Einwohner .

Kinder unter 7 Jahren

65 je 1000 Einwohner .

Kinder/Jugendliche unter 18 J.

173 je 1000 Einwohner .

65jährige und ältere

183 je 1000 Einwohner .

75jährige und ältere

81 je 1000 Einwohner .

Frauen

418 je 1000 Einwohner .

Ausländer

. je 1000 Einwohner .

darunter unter 18 Jahren

. je 1000 Einwohner .

Lebendgeborene

10 je 1000 Einwohner .

Geburtenüberschuß/-defizit

+7 je 1000 Einwohner .

Zugezogene

30 je 1000 Einwohner .

Wanderungsgewinn/-verlust

+14 je 1000 Einwohner .

 (c) Statistisches Landesamt Baden-Württemberg 2006

 

Eine kleine Dorfchronik.

Das Donautal, tief in den harten Weißjurakalk eingeschnitten, von fast nadelartigen Felsen umkränzt, bildete seit früher Zeit einen Durchgangsweg von der altbesiedelten Hochfläche der Baar zu den ebenso alten Besiedlungszentren beiderseits des Donaulaufs zwischen Sigmaringen und Ulm mit ihren Fürstensitzen aus der Hallstattzeit. Eine Eisenbahnlinie, eine vor allem an Wochenenden von Ausflüglern befahrene Straße, sowie der bekannte Donau-Radwanderweg, benutzen diesen Durchgang noch heute.
Bald drang die Besiedlung auch in unseren Raum vor. Zwischen Fridingen und Sigmaringen entstand auf steilen Felsen eine große Anzahl von Burgen, als deren bedeutendste Altfridingen, Kallenberg,  Wildenstein, Werenwag, Hausen, Gutenstein und Dietfurt genannt seien.
Im nahen Städtchen Fridingen mit seinem altalamannischen Siedlungsnamen, fand man unweit der Martinskirche ein großes alamannisches Gräberfeld, das seit 500 n. Chr. belegt wurde.
300 Bestattungen wurden ausgegraben. Von der weiteren Entwicklung des Raumes künden Fridinger Adelsgrabhügel aus der Mitte des 7. Jahrhunderts, umgeben von Gräbern der Gefolgsleute der Adligen. Damit ist Fridingen schon für jene Zeit als Mittelpunkt des Herrschaftsbezirkes bezeugt, von dem aus nun auch die Rodung des südlichen Heubergs, zu dem Irndorf gehört, in Angriff genommen wurde. Wenn auch der Name “Heuberg” auf geringe Fruchtbarkeit hinweist - hier wurde nur einmal im Jahr Gras geschnitten, es gab also nur Heu, kein Öhmd -, so finden sich dazwischen immer wieder Flächen, deren Kalk eine Lößdecke hat und daher fruchtbar ist.
(Unter dem Namen ´Heuberg-Aroma-Heu´ wird das Heu inzwischen auch über das Internet vermarktet.)

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Zwar gibt es auf der Irndorfer Gemarkung (1456 ha) 19 Grabhügel aus der Hallstattzeit (z.B. bei den Drei Kreuzen und im Irndorfer Hardt), aber erst zu Ende des 7. Jahrhunderts dürfen wir mit einer systematischen Landnutzung auf unserer Hochfläche rechnen. Fast alle -“dorf”-Siedlungen sind frühe Rodungsorte aus der Zeit um 700.
Zu Ende des 8. Jahrhunderts, unter der Regierung Karls des Großen, war die Herrschaft Fridingen im Besitz eines Grafen Gerold. Einer seiner adligen Gefolgsleute war Ortsherr von Irndorf und Träger der fortschreitenden Rodungsarbeit auf der Hochfläche. Als im Jahr 790 Graf Gerold dem Bodenseekloster Reichenau Rechte und Besitzungen seiner Grafschaft in Mühlheim und Fridingen, damit auch Irndorf, verlieh, war der ursprünglich lichte Rotbuchenwald schon durch weite Kulturflächen aufgelockert.
Die weitere Entwicklung des Dorfes erkennen wir am besten, wenn wir es vom Hirschental aus betrachten.
Hier steigt der Hang nach N und O um 50 m an. Die Häuser stehen wie auf den Stufen eines Amphitheaters. Eine tiefeingeschnittene Furche trennt das Bergplateau im NO vom Hang des vor uns liegenden Eliasberges. In dieser Furche fand sich auch eine Quelle, die für das älteste Dorf, das heutige Unterdorf ausreichte. Der heute dort stehende Brunnen wurde aus dieser Quelle gespeist.

Auf der Hochfläche erkennen wir einen deutlich herausragenden Siedlungskomplex, den “Alten Hof”. Nicht nur vom Hirschental her, auch wenn man von Süden, von der “Wacht” her auf dieses Plateau zuschreitet, erkennt man die durch einen Steilabfall gebildete natürliche Schutzlage dieses Ortsteils. Hier hatte jener adlige Rodungsherr, der die Erschließung der Hochfläche geleitet hat, einst seinen Herrenhof angelegt, der wohl einmal befestigt gewesen sein mag.
Die Flurnamen “Hofwiese” im NW, “Hofacker” im N, “Junkeren Garten” im NO belegen die Zugehörigkeit großer, unmittelbar an die Siedlung angrenzender Feld- und Wiesenflächen zum Adelshof. Das südöstliche Gewann “Breite” läßt den Kundigen auch hier ein dorfnahes Ackerstück ungewöhnlicher Breite feststellen, das dem Ortsadligen gehörte.
Hier also saßen jene Herren von Ürendorf, deren erster uns 1094 urkundlich genannt wird, als ein Egilwart von Ürendorf eine Schenkung an das Allerheiligenkloster in Schaffhausen bezeugt. Dieses Kloster hatte auch später noch Besitz und Rechte im Dorf. Das Wappen der Herrn von Ürndorf, heute umgestaltet zum Wappen der Gemeinde Irndorf, sehen wir in einem Siegel, das Heinrich von Ürndorf im Jahr 1322 einer Urkunde anhängte. Die zwei gekreuzten Beile erinnern an die Waldrodung in früherer Zeit.

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Das Adelsgeschlecht der “von Ürndorf” läßt sich seit 1094 bis 1396 wiederholt nachweisen für unseren Raum. Der kreisförmige Verlauf der Grundstücksgrenzen um den “Alten Hof” herum erinnert heute noch an die Abgrenzung ihres einstigen Adelshofes.
Vom Hirschental aus lassen wir nun den Blick im Halbrund weiter nach rechts wandern: Vom “Alten Hof” über den “Berg” abwärts zum Unterdorf mit der 1971 erneuerten Kapelle inmitten des Friedhofes. Das erste, dem hl. Petrus geweihte Gotteshaus, entstand im 8. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Besiedlung Irndorfs. Es war wohl eine adlige Eigenkirche der Siedlungsgründer.
Aus dem Besitz der von Ürndorf gelangte das Kirchenpatronat im 13. Jahrhundert an die Herren Walter von Kallenberg und Heinrich von Wildenstein, die wahrscheinlich mit den Herren von Ürndorf verwandt waren. Im Jahr 1253 übergaben diese das Kirchenpatronat dem Kloster Beuron. Zwischen Herrenhof und Kirche entwickelte sich das mittelalterliche Dorf, dessen Bewohner, vorwiegend Bauern, der Grundherrschaft des Ortsadels zugehörig waren.
Neben der Hauptsiedlung zwischen Hof und Kirche hat es zeitweise noch kleinere Siedlungen auf der Gemarkungsfläche gegeben. Südostwärts, im Donautal zu Füßen des felsigen Abhangs, lag die Siedlung Oberhausen. Sie war um den stark schüttenden Schmittenbrunnen angelegt worden, dessen Wasser heute vom Kloster Beuron, bzw. dem Hofgut St. Maurus genutzt wird. Das heutige Hofgut St. Maurus (Teil der Gemarkung Beuron) ist wohl der Nachfolger des Weilers Oberhausen. Seine Felder reichten bis auf die Hochfläche, wie es der dort geltende Flurname “Oberhausen” bezeugt. Die Verzeichnung alter Abgaben der Gemeinde Irndorf im “Thal an der Thunauw” belegt die Zugehörigkeit dieser Talsiedlung zu unserer Gemeinde. So reicht die Gemarkungsgrenze teilweise bis zur Donau und verläuft auf ca. 80m in der Flussmitte. Irndorf ist also auch ´Donauanliegergemeinde´.

Ob auch andere Plätze, denen Wasser zur Verfügung stand - man denkt dabei an die eigens erwähnten Hülben - vorübergehend Höfe getragen haben, ist nicht erwiesen. Im Hardtgebiet, im Gewann “Dietert” soll nach alten Berichten einst ein Ort “Dietenheim” gelegen haben, unweit der Grabhügel. Auf dem Hügel der “Wacht” zeugt ein alter Graben von früherer Befestigung.

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II.    13. bis 20. Jahrhundert

Nachdem Beuron Kirchenpatron geworden war, hatte das Dorf ab 1275 keinen eigenen Pfarrer mehr. Das Kirchlein wurde bald nur noch als Kapelle gewertet. Die Toten mußten den steilen Weg nach Beuron hinuntergetragen werden, um dort bestattet zu werden. Erst nach dreihundert Jahren, als nach einem fürchterlichen Hagelschlag auch noch die Pest im Dorf wütete, wurde den Bewohnern die Bestattung bei der Kapelle erlaubt. Seitdem ist der Friedhof wieder in Irndorf. Bald nach der Anlegung des Friedhofs mußte Beuron sich verpflichten, die baufällig gewordene Kirche neu zu errichten. Dieser wieder dem Hl. Petrus geweihte Bau war 1618 fertig. Für die Alten und Gebrechlichen durfte nun am Ort Gottesdienst gehalten werden. Im Altar wurden die Reliquien der Gefolgsleute des Hl. Mauritius und der Hl. Ursula eingesetzt. Die älteste Glocke, die heute noch in dieser Kirche hängt, wurde 1630 in der Gießerei Flach in Schaffhausen gegossen. Die Namen der fünf Stifter sind an der Glocke zu lesen.
Erst im Jahr 1760 erhielt Irndorf wieder einen eigenen Pfarrer. Aber erst 1814, als Irndorf bereits 8 Jahre württembergisch war, wurde das  Pfarrhaus im Unterdorf errichtet.
Das Kloster Beuron hatte sich seit seiner Gründung im 11. Jahrhundert in weitem Umkreis zahlreiche Rechte und Besitzungen erworben. Im Lauf des 13. Jahrhunderts fielen ihm neben dem oben erwähnten Kirchenpatronat auch die Vogtei und die Grundherrschaft in Irndorf zu. Da aber die Klöster zur Ausübung der erworbenen Hoheitsrechte stets auf den weltlichen Arm adliger Schutzherren angewiesen waren, wurden Beurons Schirmvögte, die Grafen von Zollern, die tatsächlichen Inhaber der politischen und sozialen Macht. Sie waren gleichzeitig auch im Besitz der Herrschaft Mühlheim-Fridingen. Der Besitz ging im Jahr 1409 durch Verkauf an die Herren von Enzberg, die nun bis zum Ende des alten Reiches (1806) von Mühlheim aus die Herrschaft über Irndorf ausübten.

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Die Gemeinde mußte im 17. und 18. Jahrhundert ihre Rechte erbittert gegen die Herren von Enzberg verteidigen. Es ging dabei um überhöhte Abgaben, um immer mehr erweiterte Frondienste, aber vor allem um den Versuch der Enzberger, immer mehr Felder unmittelbar in Nutzung des Herrschaftshofes zu nehmen; außerdem um die Weidgerechtigkeit der Bauern. Wenn der Bischof von Konstanz schon 1615 einen Teil der Klagen der Irndorfer als berechtigt anerkannte, wird man wohl annehmen dürfen, daß die Irndorfer in diesem Streit das bessere Recht hatten. Sein Schiedsspruch setzte eine Entlohnung für alle außergewöhnlichen Feldarbeiten, eine Begrenzung der Frondienste und die Bezahlung aller darüber hinausgehenden Dienste, sowie die Überlassung einiger herrschaftseigener Felder an die Gemeinde fest.
Aber im 18. Jahrhundert führten neue Eingriffe der Herrschaft zu dramatischen Kämpfen, in denen sich die Irndorfer zu wehren wußten. 1746 weigerten sie sich, den Herren von Enzberg auch nur einen Stein und eine Fuhre für den Neubau ihres Herrschaftshofes zu leisten. Auch ihre Beteiligung am Bau herrschaftlicher Scheunen und Stallungen lehnten die Irndorfer rundweg ab. Sie beriefen sich auf ihr gutes altes Recht und wurden vor dem Direktorium der Reichsritterschaft vorstellig, das zu ihren Gunsten entschied. Auch ihre Weidgerechtigkeit wurde anerkannt, nachdem die Gemeinde sich seit 1742 gegen die Eingriffe des herrschaftlichen Schäfers in ihre Weidegebiete gewehrt hatte. Die Irndorfer drohten schließlich, dem gnädigen Herrn seine Schafe vor die Tür seines Schlosses zu treiben, falls keine Abhilfe geschaffen werde. Sie konnten sich durchsetzen, ihre Weidgerechtigkeit wurde anerkannt.
Unter dem Druck des Widerstands der Gemeinde mußte die Herrschaft sich im Jahr 1782 entschließen, den Herrschaftshof mit 113 “Jauchert” (Joche) = Morgen Ackerland und 54 Jauchert Wiesen unter 49 Dorfbewohner aufzuteilen. Diese mußten dafür jährlich Erblehenszins zahlen, waren aber doch weithin ihre eigene Herren über ihr Land, wenn auch die Weitergabe an Söhne gebührenpflichtig war, und das Obereigentumsrecht der Herren von Enzberg anerkannt werden mußte. Eine Beendigung der drückenden Armut bedeutete dies nicht. Ein Brand, 1796 von Franzosen gelegt, vermehrte die Not.

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Eine Besserung der Lebensverhältnisse ergab sich erst durch die Entwicklung von Handwerk und Industrie im 19. und 20. Jahrhundert. Sie war von einer weiteren Entwicklung des Dorfes begleitet.
Schon im 16. Jahrhundert war die Bevölkerungszahl so gewachsen, daß eine Siedlungserweiterung nötig wurde. Die erste Erweiterung fand auf dem Eingangs erwähnten Eliasberg statt, der westlich vom mittelalterlichen Dorf aufsteigt. Dort siedelten sich überwiegend Handwerker und Tagelöhner an, denn das Acker- und Weideland bot nur wenig Platz für neue landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe. Auch die bis ins 18. Jahrhundert hinein angelegten Viertel auf dem “Trieb” und “im Winkel” waren nicht mehr mit einer rein bäuerlichen Bewohnerschaft besetzt. Viele Handwerker und auch manche Tagelöhner hatten noch selbst kleine Feld- und Wiesenstücke, die ihnen erlaubten, ein bis zwei Kühe oder eine Ziege zu halten. Die Schätzungen über die Einwohnerzahl Irndorfs ergeben zwischen 1583 und 1764 ein Wachstum von etwa 250 auf rund 430 Personen. Im Jahr 1977 war die Einwohnerzahl Irndorfs auf 750 gestiegen. Im 19. Jahrhundert wurde dann vorwiegend die Baulücke geschlossen, die im Halbrund am Nordende des Tälchens zwischen Hof und Eliasberg klaffte; außerdem begann man schon, mit Bauten auf die eigentliche Hochfläche vorzustoßen.
Dieser Abschnitt der Siedlung ist sichtbar markiert durch die stattliche neue Peterskirche, die 1849 geweiht und nun die eigentliche Pfarrkirche geworden ist. Beide dem Hl. Petrus geweihte Kirchen hat die Gemeinde zu unterhalten. Künstler der Beuroner Schule haben 1892 die untere, 1899 die obere Kirche ausgemalt. In jüngster Zeit wurden beide Kirchen vollständig erneuert, die untere dient weiterhin als Begräbniskapelle.

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Die Industrialisierung im 19. Jahrhundert schuf neue Erwerbsmöglichkeiten für die wachsende Bevölkerung. Im Ort selbst entstanden kleinere Betriebe auf der Grundlage der handwerklichen Fertigkeiten eines großen Teils der Irndorfer.
Der Erfolg von Industrieansiedlungen und des Ausbaus einiger ortsansässiger Betriebe des Bauhandwerks liegt darin, daß von den 236 Arbeitnehmern Irndorfs (Stand im Jahr 2002) 121 im Dorf selbst beschäftigt sind und nur 115 meist in Richtung Mühlheim und Tuttlingen pendeln müssen.
Für nur noch einen Vollerwerbslandwirt bietet die Gemarkung bei den heutigen Erfordernissen die Ertragsgrundlage.
Die übrigen Einwohner Irndorfs sind in Handwerk, Industrie und Dienstleistung beschäftigt. In 36 Familien wird Landwirtschaft allerdings noch im Neben- und Zuerwerb betrieben.
Neben der Produktion von Lebensmitteln besteht die Aufgabe dieser landwirtschaftlichen Betriebe auch darin, durch die Bestellung der altgerodeten Flächen den reizvollen Wechsel von Wald und offenem Land zu erhalten, an dem sich unser Auge auf der Schwäbischen Alb und insbesondere in der Umgebung von Irndorf erfreut.
Eine Reihe von Investitionen forderte der noch keineswegs wohlhabenden Heuberggemeinde das Letzte ab. Zu nennen ist die Errichtung eines Hochbehälters, in den Wasser aus der Tiefe hochgepumpt wird und durch den die früher ständig auftretende sommerliche Wasserknappheit behoben wurde. Die 1955 begonnene Ortskanalisation fand 1977 ihren Abschluß durch die Errichtung eines Klärwerks im Hirschental. Ein großzügig ausgebauter Kindergarten, der 2002 umfangreich saniert wird, in dem auch zwei Wohnungen und eine Arztstation untergebracht wurden, entspricht den heutigen Bedürfnissen der Gemeinde. Diese hat auch den Bau eines Jugend- und Pfarrheimes der Kirchengemeinde unterstützt; es bietet Raum für Gymnastikabende, Theateraufführungen, Feiern und Vortragsveranstaltungen. Die Gemeinde läßt sich den einheitlichen Willen der Bürgerschaft, ihre Selbständigkeit auch im Zuge der Gemeindereform trotz aller finanzieller Verlockung zu wahren, etwas kosten und bringt Opfer dafür.

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Ebenso hervorzuheben ist, daß Irndorf immer noch seine eigene Grundschule hat. Dies erspart den Kindern bis zum Besuch einer weiterführenden Schule die tägliche Busfahrt.
Auch ein Zahnarzt hat inzwischen tageweise einen Praxisbetrieb im Schulgebäude eingerichtet. Ebenso finden sich zwei tageweise besetzte Zweigpraxen praktischer Ärzte im Ort.
Die Versorgung mit dem täglich Notwendigen ist in Irndorf ebenfalls möglich. Es gibt Bäcker und Metzger im Ort, sowie einen Getränkeladen. Der traditionsreiche Lebensmittel- und Gemischtwarenladen im Ort, das ´Kaufhaus Fritz´, bis Anfang dieses Jahres von Frau Veronika Mattes betrieben, wird im Laufe des Jahres 2002 leider endgültig seine Ladentüre schließen.

Private Unterkünfte, Ferienwohnungen und ein Wanderheim des Schwäbischen Albvereins ermöglichen Ferien in Irndorf. Ein Netz von 5 örtlichen Wanderwegen mit fast 77 km wurde von der Albvereins-Ortsguppe neu ausgeschildert und die Routen im Ortsprospekt beschrieben.

Lange war die Verkehrsanbindung, vor allem zu den nächsten  größeren zentralen Orten Tuttlingen, Sigmaringen, Balingen und Albstadt, ein Hindernis für Irndorfs Entwicklung. Auch nach dem Bau der Eisenbahn blieb immer noch ein Fußmarsch von fast drei Kilometern zum Bahnhof Beuron. Durch den Straßenbau und die Motorisierung ist hier ein gewisser Ausgleich erfolgt. Wie überall wurden die Straßen, die Irndorf mit den Nachbargemeinden verbinden, inzwischen ausgebaut. Die alte Abgeschiedenheit erweist sich heute als Vorteil für den Erholungssuchenden: es gibt nach wie vor keine ausufernde Bebauung, auf der weithin unbesiedelten Gemarkungsfläche gibt es weite, kaum begangene Gebiete, die zu Spaziergängen und Wanderungen einladen.
Lesen und sehen Sie hierzu mehr im Kapitel ums Dorf.

 

Die Angaben zur Besiedelung, Herrschafts- und Kirchengeschichte sind einer Zusammenstellung für Gäste des früheren vegetarischen Gästehauses ´Haus auf der Wacht´ entnommen, und wurden freundlicherweise vom früheren Besitzer, Manfred Hald zur Verfügung gestellt.
Diese Zusammenstellung stammt ursprünglich von Prof. Rüdiger Stenzel, Ettlingen, aufgrund der Schrift von Dr. Elmar Blessing : ´Geschichte von Irndorf´, Irndorf 1972, sowie nach der ´Beschreibung des Oberamtes Tuttlingen´ , herausgegeben vom Königl. Statistischen Bureau Stuttgart 1879, S. 345 - 350, und nach R. Christlein: ´Die Alamannen, Archäologie eines lebendigen Volkes´, Stuttgart / Aalen 1978, S. 143. Tafel 51 und 109.

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Donaudurchbruch


Blick vom Hirschental

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alter Brunnen im Unterdorf

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Historischer Kernbereich

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Das Irndorfer Wappen

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Wiese - mühsam gerodeter Wald 

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Blick ins Unterdorf zur alten Kirche

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Das Pfarr- und Jugendheim

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Die neue Petruskirche in der Dorfmitte

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Wandern um Irndorf

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Wanderheim am Rauhenstein

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Im Kindergarten

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Sport, Rasten, Wandern

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Blick vom Rauhen Stein
zur Burg  Wildenstein


Spätherbst auf dem Heuberg


Herbstwiese